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Moderne Dachdämmung: Förderung und Methoden

Im Gegensatz zum Neubau verbrauchen Altbauten mit sanierungsbedürftiger Dachdämmung bis zu fünfmal mehr Heizenergie. Clevere Hausbesitzer können daher mit einer modernen Dachisolierung ihre Energiekosten um bis zu 20 Prozent senken. Und dazu einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Eine einmalige Investition, die sich langfristig bezahlt macht. Dazu gibt es für diese Modernisierungsmaßnahmen attraktive Förderungen von der Bundesregierung.

In diesem Artikel erfährst Du alles über die verschiedenen Methoden der Wärmeisolierung, ihre Vor-und Nachteile, sowie den richtigen Weg zu einer effizienten Dämmung des Dachs. Damit es sich Sommer wie Winter angenehm in jedem Geschoss wohnen lässt.

Profi-Wissen Dachdämmung – diese drei Methoden solltest Du kennen

Das Dach des Haues wird von den sogenannten Sparren des Dachstuhls getragen. Generell gibt es drei verschiedene Arten ein Dach zu dämmen, die wir Dir im Folgenden kurz erklären wollen:

1. Aufsparrendämmung

Hierbei handelt es sich um die effizienteste Methode der Dachisolierung. Sie wird heute bei den meisten Neubauten angewendet. Bei dieser Art wird die Dämmung zwischen den Holzsparren unter den Dachziegeln installiert. Sie kommt in der Regel vor der (Neu-) Dacheindeckung und ist daher bei der Sanierung von Häusern ein großer Kostenfaktor. Empfohlen für Neubauten oder Komplettsanierungen. 

Aufbau einer Aufsparrendämmung:

  • Unterkonstruktion (Sichtschalung)
  • Dampfbremse (evtl. schon in der Dämmplatte enthalten)
  • (optional eine Zwischensparrendämmung)
  • Dämmplatten vollflächig über den Sparren (XPS, PUR oder Holzfaserplatten)
  • Unterspannbahn zur Hydrophobierung (evtl. schon in der Dämmplatte enthalten)
  • Dazu noch die Halte- und Konterlattung
  • Dachziegel, -steine oder -pfannen zur Dacheindeckun

Vorteile:

  • Wärmebrücken werden verhindert (optimale Wärmedämmung)
  • Dämmstoff bedeckt das komplette Dach, es entstehen keine undichten Übergänge
  • Es geht im obersten Geschoss kein wertvoller Wohnraum verloren
  • Dachgeschoss bleibt während der Maßnahmen bewohnbar

Nachteile:

  • Verursacht bei der Sanierung von Altbauten hohe Kosten
  • Komplette Dacheindeckung ist erforderlich

2. (Nachträgliche) Zwischensparrendämmung

Eignet sich hervorragend für die nachträgliche Wärmedämmung von bereits bestehenden Dächern, in erster Linie Steildächer. Die Zwischenräume der Sparren werden mit geeignetem Dämmmaterial gefüllt (Einblasdämmung) und anschließend mit einer Dampfbremsfolie verklebt. Da die Sparren durch den Dachstuhl von innen erreicht sind, ist eine neue Dacheindeckung nicht notwendig. 

Diese Dämmstoffe kommen in Form von Matten, Klemmfilzen oder Rollen bei einer Zwischensparrendämmung zum Einsatz:

  • Hanf
  • Zellulose
  • Schafswolle
  • Steinwolle
  • Glaswolle
  • Holzfaser

Vorteile:

  • Moderne Dämmmatten haben eine optimale Dichtwirkung
  • Dämmmaterial lässt sich leicht und sauber anbringen
  • Effizientere Wärmedämmung als bei der Untersparrendämmung
  • Energieeffiziente Dachdämmung zum kleinen Preis
  • Für Dachsanierungen von Altbauten gut geeignet
  • Zeitaufwendige Nacharbeiten entfallen
  • Hoher Wohnkomfort garantiert

Nachteile:

  • Erfahrung im korrekten Anbringen der Dampfbremse ist erforderlich (sonst bildet sich Schimmel auf dem Dämmmaterial)
  • Wärmebrücken können entstehen
  • Verkleidung im Dachstuhl muss vorher abmontiert werden

3.Untersparrendämmung

Hierbei bringst Du die Dämmstoffe unterhalb der Sparren an. Diese beliebte Art der Dachisolierung begünstigt eine gute Wärme- und Schalldämmung in bereits bewohnten Häusern. In den meisten Fällen wird sie in Kombination mit der Zwischensparrendämmung installiert. Als alleinige Maßnahme zur Dämmung eignet sie sich nicht.

Der Aufbau einer Dachisolierungmit Untersparrendämmung besteht in der Regel aus folgenden Elementen:

  • 1.Zwischensparrendämmung
  • 2.Dampfbremse
  • 3.Lattung / Untersparrendämmung
  • 4.Gipsfaser oder OSB-Platten
  • 5.Tapete

Vorteile:

  • Lohnt sich, wenn die oberste Geschossdecke (Dachboden) nicht als Wohnraum genutzt wird
  • Eignet sich gut als nachträgliche Dämmung des Dachs (bei Altbauten)
  • Sinnvolle Ergänzung zu anderen Isolierungsmaßnahmen
  • Kann gezielt Wärmebrücken unterm Dach beseitigen

Nachteile:

  • Wohnraum unter dem Dach verkleinert sich um einige Quadratmeter
  • Als alleinige Dämmung nicht ausreichend
  • Komplexe Ausführung, die Erfahrung und Expertise voraussetzt

Staatliche Förderung für Dachisolierungen

1. Du solltest Dich regelmäßig über moderne Dämmstoffe und Methoden der Dachdämmung informieren

2. Vor Angebotsabgabe einen erfahrenen Energieberater hinzuziehen oder einen Energiecheck im Internet machen

3. Dämmmaßnahmen planen und kalkulieren

4. In der Zwischenzeit sollte der Eigentümer seine Finanzierung prüfen und beantragen

5. Dann die geplanten Dämmstoffe kaufen und einlagern

6. Kältebrücken vermeiden, evtl. zusätzliche Tragekonstruktion installieren, auch den Treppenaufgang mitdämmen

7. Eigentümer sollte anschließend einen hydraulischen Ausgleich an der Heizungsanlage durchführen lassen, um den Heizwärmebedarf des Gebäudes optimal anzupassen (evtl. kann ein Austausch der Heizungspumpe notwendig werden)

8. Empfehlung für Hausbesitzer: Verbrauch beobachten, Heizung justieren und evtl. weitere Dämmmaßnahmen an der Fassade beauftragen

Unser Fazit:

Dämmen oder nicht? In den meisten Fällen lohnt es sich für den Hauseigentümer zu investieren. Energieeffizientes Dämmen macht sich meistens innerhalb der nächsten 20 Jahre bezahlt und sorgt im Haus für einen hohen Wohnkomfort. Zinsgünstige KfW-Kredite mit Tilgungszuschuss und zahlreiche Zuschüsse machen die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen zusätzlich attraktiv. Preisgünstig und ohne Wohnraumverlust durchführbar ist die Zwischensparrendämmung (Einblasdämmung). Sonderfall Flachdächer: Diese Dächer benötigen eine besondere Art der Abdichtung. Für sie kommen die hier beschriebenen Baumaßnahmen daher nicht in Frage.