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Sturmschaden am Dach – Was ist zu tun?

Sturmschaden am Dach – Was ist zu tun und welche Versicherung übernimmt die Kosten?

Ob Hitzegewitter im Hochsommer oder ein Sturmtief in den Herbstmonaten: Orkane und Starkwind sorgen immer wieder für große Sturmschäden am Dach. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kam es im Jahr 2018 durch Unwetter zu Sachschäden an Gebäuden im Wert von 900 Millionen Euro. Extremwetter sind heute leider zum Standard geworden. Nicht selten hinterlassen sie eine Schneise der Verwüstung. Welche Arten von Sturmschäden es gibt, was für die Schadensregulierung zu beachten ist und welche Versicherung die entstandenen Kosten trägt, erfährst Du in diesem Artikel.

Sturmschäden am Dach – das solltest Du beachten

Ist der Sturm vorbei sollten Immobilieneigentümer schnell handeln, um Folgeschäden zu vermeiden. Lockere Dachziegel, Rinnen oder lose Platten können sonst bei der nächsten kräftigen Windböe vom Dach geweht werden und die Bewohner verletzten. Zudem besteht die Gefahr, dass Niederschlagswasser ins Gebäude eintritt und sich Feuchtigkeit im Innern ausbreitet. 

Erste Hilfe bei Sturmschaden am Dach:

  • bei größeren Schäden durch umgestürzte Bäume gilt: Ruhe bewahren und Feuerwehr verständigen
  • kleinere Schäden können Hausbesitzer zunächst provisorisch beheben, zum Beispiel durch das Anbringen einer Folie damit kein Wasser eindringt (Vorsicht: Keine Reparatur am Dach selbst vornehmen, sonst kann es später Probleme mit der Versicherung geben)
  • Fotos des Dachschadens für die Versicherung machen (lassen), zum Bespiel von einem Nachbarhaus aus
  • heruntergefallene Äste oder lose Dachrinnen entfernen
  • ohne entsprechende Sicherung und Ausrüstung sollte das beschädigte Dach nicht betreten werden, um Unfälle zu vermeiden
  • Versicherung über den Schadensfall zeitnah informieren, Unterlagen und Fotos einreichen

Folgende Arten von Schäden am Dachwerden Dir als Dachdecker immer wieder begegnen:

  • Vereinzelt abgedeckte Dachziegel

Sind einzelne Dachziegel oder -steine locker oder beschädigt lassen sie sich ohne großen Aufwand austauschen. Lose Ziegel an der Dachkante sind immer als Erstes zu entfernen, damit keine Fußgänger oder Bewohner gefährdet werden. (Verletzung der Verkehrssicherheit)

  • Dachstuhlschaden

In der Orkansaison keine Seltenheit: entwurzelte Bäume liegen auf Dächern. Hier werden eine komplette Dacheindeckung und Erneuerung des Dachbodens erforderlich. Um die Statik des Hauses weiterhin zu gewährleisten, sollte dies möglichst zeitnah erfolgen.

Welche Versicherung übernimmt Dachschäden durch Sturm?

  • 1.Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung greift bei un- und mittelbaren Schäden an Fassade und Dach. Sie ist sozusagen die Universal-Absicherung für Besitzer eines alten oder neuen Eigenheims. Wird eine Dachneueindeckung fällig oder muss der Dachstuhl repariert werden, trägt sie im Falle eines vorangegangenen Unwetters oder Sturm die Kosten der Instandsetzung. Auch Folgeschäden, wie zum Beispiel eintretendes Niederschlagswasser sind in dieser Versicherungsleistung in der Regel eingeschlossen. Demnach kommt die Wohngebäudeversicherung für alle Kosten auf, um das Haus nach dem Sturm wieder in seinen ursprünglichen Stand zu versetzen.

Achtung: Versicherungen definieren einen „Sturm“ erst ab Windstärke 8 und höher. Schäden, die vielleicht durch einzelne kräftige Windböen entstehen, werden unter Umständen nicht anerkannt.

  • Dachinspektion bei Sturmschäden mit Hilfe einer Drohne durchführen
  • Film oder Fotos können so einfach bei der Versicherung eingereicht werden
  • Beiträge zur Schadensfindung werden in der Regel auch von den Versicherungen des Eigentümers übernommen (Kosten für die Analyse eines Sturmschadens durch den Dachdecker)
  • je besser Deine Dokumentation über den Sturmschaden, desto leichter kann die Versicherung des Hausbesitzers den Schaden am Dach nachvollziehen (Dein Kunde spart sich Ärger und Kosten!)
  • zur Ziegelsicherung empfehlen wir die Verwendung von Sturmklammern nach entsprechender Windsogberechnung (Nachrüstung bei älteren Dächern ratsam)
  • Windlastzone, Gebäudehöhe, Dachform und -neigung sind maßgebliche Faktoren für die Durchführung einer Sturmsicherung
  • undichte Stellen im Dach können eine Neueindeckung oder Dachsanierung erforderlich machen

Unser Fazit:

Sturmtiefs wie „Kyrill“ oder „Friederike“ entwickeln Windgeschwindigkeiten bis über 250 km/h. Die Orkansaison beginnt immer früher im Jahr und früher sonst harmlose Hitzegewitter sorgen heute häufig für abgedeckte Dächer. Die Ziegelsicherung nimmt daher eine immer wichtigere Rolle ein. Professionelle Dachdecker verwenden sie standardmäßig und weisen Hauseigentümer auf mögliche Schwachstellen im Dach hin. Die Beseitigung von Sturmschäden am Dach sollte stets erste Priorität haben.